Amerika-Institut
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Aktuelle Publikationen

unidiplotitelbildCharlotte A. Lerg. Universitätsdiplomatie. Wissenschaft und Prestige in den transatlantischen Beziehungen, 1890-1920. Göttingen: Vandenhoeck&Ruprecht, 2019.

Warum bringen sich Universitäten in die Internationale Politik ein? Die kurze Antwort: Prestige. In den deutsch-amerikanischen Beziehungen vor dem ersten Weltkrieg wird dies erstmals deutlich erkennbar. Die Anfänge der deutschen Kulturdiplomatie nahmen Amerika gezielt in den Blick. In den USA, wo der diplomatische Dienst sich erst gerade zu professionalisieren begann, fehlte jedoch eine korrespondierende Struktur. Zeitgleich versuchten die amerikanischen Universitäten nach einem Expansionsschub ihre Rolle in der Gesellschaft neu zu definieren. Internationale Sichtbarkeit und Anerkennung boten ein hohes Legitimationspotential. Seit dem 19. Jahrhundert war das akademische Deutschland ein positiver Referenzpunkt in der Entwicklung der amerikanischen Forschungsuniversitäten, eine Kooperation war also attraktiv. Damit entstand die amerikanische Universitätsdiplomatie.

Die Studie untersucht die Verquickung von akademischer Welt und diplomatischem Parkett. Sie zeigt anhand von Ehrendoktorwürde, Campusbesuchen, Austauschprogrammen und Institutionsgründungen, dass Universitäten nicht etwa von der Kulturpolitik instrumentalisiert wurden, sondern sich vielmehr selbst in Position brachten und eine eigene Agenda verfolgten. Mit der Zäsur des ersten Weltkriegs fanden die Deutschlandbeziehungen amerikanischer Akademiker ein jähes Ende. Was blieb waren Erfahrungen mit universitätsdiplomatischen Praktiken, die – inzwischen global ausgerichtet – bis heute Gültigkeit haben. Sie verhalfen den einflussreichen US-Forschungsuniversitäten zu internationalem Prestige weit über ihren wissenschaftlichen Ruf hinaus.

 https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/geschichte/transnationaleglobalgeschichte/51888/universitaetsdiplomatie

 

new interpretationsAmy Mohr and Mark Olival-Bartley, editors. New Interpretations of Harper Lee's To Kill a Mockingbird and Go Set a Watchman. Cambridge Scholars Publishing, 2019.

Featuring essays from an international group of scholars, this volume addresses Harper Lee's To Kill a Mockingbird (1960), the American literary classic, and her controversial Go Set a Watchman (2015). The contributions include productive new interpretations from diverse critical angles, including US literary and cultural history, Southern studies, sociological theory, gender studies, stylistic analysis, translation, and pedagogy. With a balance of critical analysis and pedagogical approaches, this provocative book will prove to be of particular interest to scholars seeking to reconcile the points of divergence in these two works. For educators at the secondary and university levels, the collection also offers current resources and perspectives on Lee's novels.

https://www.cambridgescholars.com/new-interpretations-of-harper-lees-to-kill-a-mockingbird-and-go-set-a-watchman