Amerika-Institut
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Erfahrungsberichte

Jeder kennt sie, die Frage "Und was macht man dann damit?" wenn man von seinem geisteswissenschaftlichen Studium erzählt. Hier sehen Sie, was ehemalige Studierende und höhere Semester über den Bachelor Nordamerikastudien zu sagen haben.
Zu den Fragen, auf die in den unten stehenden Statements eingegangen wurde, gehören:
1. Wieso hast du dich für das Amerikanistik Studium entschieden?
2. Wieso die LMU?
3. Wo bist du derzeit tätig / studierst du noch weiter?

Am Ende der Seite finden Sie außerdem die ehrlichen Meinungen der Befragten zum Thema "Und was macht man dann damit?". Vielen Menschen entzieht sich oft der Sinn eines geisteswissenschaftlichen Studiums, einhergehend mit der Angst, dass die Berufsaussichten mit einem solchen Studium schlecht seien. Dieses Vorurteil wollen wir mit konkreten Berufsbeispielen unserer Alumni aus der Welt schaffen.

 

Statements von höheren Semestern und Masterstudierenden

Alexander, BA Absolventenjahrgang 2018, 1. Mastersemester
"Als gelernter Fremdsprachenkorrespondent sehe ich das Studium zumindest teilweise als Fortführung meiner Berufsrichtung an. Als ich mein Abitur nachholte, besuchte Herr Dr. Hünemörder, ein Mitarbeiter des Amerika-Instituts, unsere Berufsoberschule und hielt einen Vortrag, den ich so interessant fand, dass ich mich für Amerikanistik einschrieb – was ich nicht bereue. Dass ich auch den Master machen möchte, wurde mir dann bereits recht bald im Bachelorstudium klar.
Als gebürtiger Münchner war die Location für mich keine große Frage; wenn man bereits eine so renommierte Uni vor der Haustüre stehen hat, fällt die Wahl relativ leicht.
Aktuell befinde ich mich in meinem ersten Master-Semester. Besonders interessant finde ich Kurse über transatlantische Beziehungen und Politik. 2016 besuchte ich ein Seminar über die damals gerade stattfindenden amerikanischen Präsidentschaftswahlen, was ich aufgrund der (damaligen) Aktualität und zeitgenössischen Relevanz besonders interessant fand."

Lili, BA Absolventenjahrgang 2017, 1. Mastersemester
"Ich habe ein Schuljahr in den USA verbracht und wollte diese Erfahrung mit meinem Interesse an der amerikanischen Gesellschaft und Kultur verbinden. Außerdem sind die Verknüpfungen zu tagespolitischen Themen aus z.B. Europa sehr spannend.
München ist eine tolle Stadt und bietet unfassbar viele Möglichkeiten für einen späteren Berufseinstieg. Außerdem ist die LMU eine der renommiertesten Unis in Europa.
Ich beginne jetzt mit dem Master an der LMU und freue mich schon sehr auf ein Seminar über transatlantische Beziehungen. Ich hoffe, wir werden darüber diskutieren, welchen Wandel diese Beziehungen in den letzten Jahrzehnten durchgemacht haben und wohin die Reise führen soll. Angesichts Trumps Präsidentschaft ist das eine hochaktuelle Debatte."

Lisa, BA Absolventenjahrgang 2017, 3. Mastersemester
"Weil mein Traumstudium Psychologie doch nicht das war, was ich mir erhofft hatte. Nach 3 Semestern habe ich abgebrochen und wollte dann etwas studieren für was mich interessiere und in dem ich gut bin. Da ich seit meinem Schüleraustausch ein großer Amerika Fan bin habe ich mich informiert was es so gibt. Die Antwort: Nordamerikastudien. Ich bin nach München gefahren, habe mich in die Vorlesung Kulturgeschichte gesetzt und da hat mich die Atmosphäre und die Thematik so überzeugt, dass ich geblieben bin.
Nach meinem Erststudium in Salzburg wollte ich unbedingt in eine Großstadt = eine Stadt mit U-Bahn. Viele meiner Freunde waren bereits nach München gezogen und nach ein paar Besuchen hatte es mir die Stadt und somit die LMU angetan.
Ich habe bereits meinen Amerikanistik B.A. und mache gerade noch den Master Deutsch als Fremdsprache an der LMU. Da ich mich vor allem für Kulturpolitik interessiere, habe ich während meines Bachelors schon einige spannende Arbeitserfahrungen sammeln dürfen, u.a. beim German Marshall Fund of the United States oder der Münchner Sicherheitskonferenz."

Anja, BA Absolventenjahrgang 2014, 3. Mastersemester
"Ich wollte was auf englisch machen weil ich darin in der Schule schon gut war. Und Amerikanistik hörte sich interessant an weil es nicht so sprachwissenschafts-lastig war.
München und die LMU waren für mich gut zu erreichen. In Verbindung mit dem Ruf der LMU fiel mir die Wahl nicht schwer.
Zur Zeit mache ich meinen Master in Medienwissenschaft an der Uni Innsbruck. Nach dem Amerikanistik Bachelor habe ich Praktika bei Pro7, Fox und Discovery gemacht. Also Fernsehen, da ich im Medienbereich speziell Fernsehen arbeiten möchte. Für Medienberufe ist ein Amerikanistik Abschluss meiner Meinung nach sehr gut geeignet."

Sophie, 7. Semester BA
"Mich hat die Geschichte der USA schon immer interessiert, vor allem weil viele bekannte Filme und Serien aus Hollywood kommen. Außerdem lese ich auch viele Amerikanische Bücher. Vor allem war ich fasziniert davon, wie die Geschichte des Landes die heutige Pop-Kultur generell beeinflusst.
Ich habe mich für die LMU entschieden, da sie einen sehr guten Ruf hat. Außerdem wohne ich in der Nähe und finde nach wie vor, dass München die schönste Stadt Deutschlands ist.
Ich bin aktuell im 6. Semester und hatte eine Lecture Series von Uwe Lübke und Charlotte Lerg. Es ging um American History und jede Woche hat ein Gast-Dozent eine Vorlesung über sein Fachgebiet gehalten. Dadurch erfährt man auch etwas über Themen, die sonst nicht so ausführlich im Studium behandelt werden; beispielsweise war der Vortrag über amerikanische Geheimdienste sehr interessant."

Ann-Kathrin, BA Absolventenjahrgang 2018, 1. Mastersemester
"Ich war schon immer sehr politikbegeistert und wollte deswegen Politikwissenschaft studieren. Mein Onkel, der Politikwissenschaft studiert hat, riet mir jedoch davon vehement ab, wenn ich es aus Leidenschaft zur Politik machen will, da das Studium sehr theorielastig ist. Daraufhin habe ich mich nach Alternativen umgeschaut und die Amerikanistik entdeckt. Ein großes Plus hier war auch, dass größtenteils auf Englisch unterrichtet wird.
Bezüglich der Wahl der LMU, ich komme aus Frankfurt am Main und wollte einfach mal einen Tapetenwechsel. Der Aufbau des Studienganges und seine Modulstrukturierung stachen für mich die Alternative Berlin aus.
Ich habe mein Bachelorstudium bereits abgeschlossen und studiere jetzt in London im Master weiter. Nebenbei arbeite ich als freie Journalistin."

 

Statements von Alumni

Rudolf, Magisterabschluss 2005
"Ich suchte damals nach einem zweiten Magister-Nebenfach und ein ehemalige Mitschüler wies mich auf das tolle Kurs- und Seminarangebot am AI hin. Als ich dann vor Ort feststellte, dass es auch sozial zu 100 Prozent stimmt, gab es keine Zweifel mehr – hier will ich bleiben.
Die LMU hat national wie international einen exzellenten Ruf und bietet viele Möglichkeiten – als leidenschaftlicher Münchner war es daher eine doppelt-einfache Entscheidung, in der Geburtsstadt zu bleiben und zu studieren.
Derzeit bin ich als Social-Media- und Community-Manager für einen Spielepublisher unterwegs und arbeite berufsbegleitend an meiner Doktorarbeit (leider in Passau, nicht München!^^)."

Judith, Magisterabschluss 1998
"Ich kam zur Amerikanistik, weil ich auf der Suche nach einem zweiten Nebenfach zur Kombination Neuere Geschichte und Kommunikationswissenschaften war. Weil ich gut Englisch spreche und die Vorlesungen interessant klangen, habe ich einige davon besucht. Die haben mich so begeistert, dass ich noch einmal meine Fächerkombination gewechselt habe. Und das habe ich keine Sekunde bereut. Ich hatte mich aufgrund meiner Wohnsituation für München und die LMU entschieden.
Mittlerweile arbeite ich seit 24 Jahren in der Filmbranche, inzwischen als freie Regisseurin, Autorin und Redakteurin für Synchronisationen."

Dennis, BA Absolventenjahrgang 2013
"Nach meiner kaufmännischen Ausbildung, den konstanten Zwängen an die wirtschaftliche Verwertbarkeit der Ausbildungsinhalte, wollte ich einfach noch mal ein klassisches Bildungsstudium absolvieren, zugegebenermaßen ohne groß zu wissen worauf ich mich wirklich einlasse. Amerikanistik vor allem aus Interesse zur Sprache aber auch aus Interesse zum Kulturraum Nordamerika.
Der exzellente Ruf der LMU auf der einen Seite, andererseits die Nähe zu meinem Heimatort Ingolstadt haben mich dazu bewegt, in München zu studieren. Bei Bedarf konnte ich innerhalb von eineinhalb Stunden „nach Hause“ reisen.
Fünf Jahre nach dem Studium leite ich eine multinationale Research-Abteilung mit 62 Mitarbeitern in einem der erfolgreichsten deutschen Internetunternehmen. Der wichtigste Tipp: Praktika, Praktika und nochmals Praktika. Aus eigener Erfahrung weiß ich das die Kombination Geistes-/Kulturwissenschaftlicher Studiengang + Praxiserfahrung in der deutschen Unternehmenslandschaft auf immer offenere Türen stößt."

 

 

  

"Und was macht man dann damit?"

Dieser Frage haben sich ehemalige Studierende gewidmet, um das "Taxifahrer"-Vorurteil endgültig zu nichte zu machen. Hier ein paar Antworten:

 


          "Unter uns: Ich wäre froh, wenn ich endlich mal einen Amerikanisten oder eine Amerikanistin
          als Taxi- oder wenigstens Uber-FahrerIn treffen würde. Im Ernst: Klar würde ich das. Inhalte
          und Atmosphäre sind am Institut super – das habe ich erst wieder im letzten Semester gemerkt,
          als ich als selbst als Dozent dort unterrichtete – und die Parties erst!"

- Rudolf

          "Amerikanistik war zumindest zu meiner Zeit in keiner Weise ein Taxifahrer-Studiengang. Fas alle
          meine Kommilitonen hatten sehr schnell sehr gute Jobs, oft schon parallel zum Studium. Leute,
          die sich ein bisschen auskennen, wissen, wie gut und anspruchsvoll die Ausbildung am Institut ist.
          Gerade in meiner Branche ist das, was dort gelehrt wird, ausgesprochen wertvoll: Gutes Englisch,
          klares, kritisches Denken und eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit wichtigen Themen,
          ohne je verschwurbelt zu werden. Kurzum, ich würde ein Studium der Amerikanistik absolut
          empfehlen. Mir hat es extrem viel Spaß gemacht und für meinen beruflichen Werdegang war es
          die optimale Vorbereitung. Ich profitiere heute noch davon."

- Judith

 

         "Der Studiengang ist sicherlich deutlich mehr als ein Taxifahrer-Studiengang. Am Ende kommt es
          natürlich wie immer darauf an was man daraus macht, ich kann nur empfehlen sich möglichst
          frühzeitig studienbegleitend in das Berufsumfeld vorzuwagen, das man nach dem Abschluss
          anstrebt, sei es über Werkstudentenstellen, Praktika, etc.
          Dennoch, das Amerikanistik-Studium war durch die erlernten Recherchemethoden, die
          Quellenarbeit, die sprachlichen Anforderungen und zu guter Letzt das sehr hilfreiche Kommilitonen-
          und Lehrumfeld definitiv wichtig für meinen Werdegang."

- Dennis

 

          "Ganz grundsätzlich möchte einem die Gesellschaft heutzutage ja gerne einreden, dass jeder
          geisteswissenschaftliche Studiengang ein „Taxifahrer-Studiengang“ ist – ich denke darauf darf
          man nichts geben. Viel wichtiger ist, dass man etwas studiert, was einen interessiert und einem
          Spaß macht. Mir scheint als würden die Nordamerikastudien besonders mit Blick auf die aktuellen
          politischen Tagesgeschehnisse aber derzeit wieder an Relevanz gewinnen – es ist wohl ein
          zukunftssicherer Studiengang."

- Alexander

 

          "Ich empfehle den Studiengang weiter, wenn man engagiert ist und die Augen nach möglichen
          Jobs, Praktika, Recherchen offen hält. Mit dem Abschluss liegt der Job nicht auf der Straße, aber
          wer sich während des Studiums ein wenig anstrengt, kann, da bin ich mir sicher, spannende und
          interessante Jobs finden und die Karriereleiter erklimmen."

- Lili

 

          "Na klar! Jeder Studiengang kann ein „Taxifahrer-Studiengang“ sein. Es kommt einfach immer
          darauf an, was man daraus macht und wieviel Energie man reinsteckt. Ich kann Amerikanistik
          jedem empfehlen, der eine Begeisterung für die USA hat und Lust hat sich mit kultur- oder
          literaturwissenschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Mit der richtigen Einstellung kann
          jeder seinen Weg gehen."

- Lisa

 

          "Ich würde es schon weiterempfehlen wenn man Interesse an Geschichte, Politik, Weltgeschehen,
          Medien etc. hat.Man erweitert auf jeden Fall seine Allgemeinbildung. Aber man kann nicht erwarten,
          auf einen bestimmten Beruf vorbereitet zu werden. Eigentlich habe ich in meinen bisherigen Jobs
          nichts davon wirklich gebraucht. Dafür ist es zu allgemein und theoretisch. Im Vergleich zu anderen
          Studiengängen ist es aber ein lockerer "einfacher" Bachelorabschluss."

- Anja

 

          "Meiner Meinung nach kann man an jedem Studiengang scheitern und am Ende schlecht dastehen,
          wenn man ihn nicht ernst nimmt und die Inhalte uninteressant findet. Man muss sich reinhängen
          und Interesse zeigen, dann denke ich sollte jeder die Möglichkeit auf einen interessanten Job haben."

- Sophie

 

          "Absolut! Das Studium ist geschichtsträchtig, jedoch spricht man oft über aktuelle Ereignisse.
          Beispielsweise gab es im Sommersemester 2016 ein Seminar zu den US-Wahlen, während die
          Wahlen stattfanden. Da konnte man sein historisches Wissen über US-Wahlen auf aktuelle
          Problematiken anwenden. Interessant war auch das Seminar über Polizeigewalt während des
          Aufkommens von Black Lives Matter. Jedoch entdeckt man auch ständig neue Themen für sich, bei
          denen man vielleicht nich geahnt hat, dass sie einen interessieren.
          Als angehende Journalistin konnte ich durch mein Studium eine Expertise entwickeln, die mich bisher
          beruflich schon zur ARD nach Washington und zur Nachrichtenagentur der Vereinten Nationen in New
          York gebracht hat und nun eben zum Master nach London."

- Ann-Kathrin



In diesen Berufsfeldern arbeiten unsere ehemaligen Studierenden:

  • Social Media- und Community Management bei Deepsilver
  • Leitung einer Research-Abteilung bei Statista, Hamburg
  • Recruiting bei Hays, München
  • Freie Regisseurin, Autorin und Redakteurin für Synchronisationen in der Filmbranche
  • Regie: Kurzfilme
  • Praktikum im Field Museum of Natural History, Chicago
  • Praktikum bei der German University Alliance in New York
  • Praktikum bei Neumann & Kamp, Historische Projekte
  • Praktikum beim German Marhall Fund
  • Praktikum bei Koch Films
  • Praktikum bei der Münchner Sicherheitskonferenz
  • Praktikum beim US Generalkonsulat München

In diesen Master-Studiengängen finden sich unsere BA Absolventen wieder:

  • International Journalism, London
  • Deutsch als Fremdsprache, LMU
  • American History, Culture and Society, LMU
  • Medienwissenschaft, Innsbruck


Verantwortlich für den Inhalt: Hannah Berbner